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Nicht jede Versicherung ist wirklich sinvoll
Von admin | 20.Mai 2006
Mit einer Vielzahl von Produkten versucht die Versicherungsbranche Schutz für alle Lebenslagen zu verkaufen.
So gibt es auch Versicherungen für geplatzte Hochzeitsfeiern, Benzinpreiswucher und verstopfte Toiletten. Als Kunde sollte man solche Angebote kritisch betrachten. “Man sollte sich nur gegen Risiken versichern, die einen finanziell ruinieren”, rät z. B. Bianca Höve vom Bund der Versicherten (BdV) im schleswig-holsteinischen Henstedt-Ulzburg. So seien Haftpflicht-, Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung unverzichtbar. Eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit oder schwere Krankheiten sei ebenso im Prinzip unnötig wie eine Fahrradversicherung – ein gestohlenes Rad übernimmt oft die Hausratversicherung. “Es nutzt nichts, wenn ich mein Rad versichere, aber keine Unfallversicherung habe, die meine Invalidität nach einem Sturz vom Rad bezahlt”, sagt Höve. Die Liste “überflüssiger” Versicherungen erweitert Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der in Berlin erscheinenden Zeitschrift “Finanztest” noch um die Insassenunfall- und Glasversicherung. Das eine Risiko decke i. d. R. die Haftpflicht ab, das andere üblicherweise die Gebäude- oder Hausratversicherung. Auch eine Reisegepäckversicherung sei kaum sinnvoll. Eine Gewähr auf Schadensersatz gibt es nicht: “Es gilt als grob fahrlässig, auf dem Flughafen nur mal kurz wegzugucken. Die Versicherung zahlt dann nicht”, erläutert er. Verschwindet der Koffer auf dem Transport, haftet dagegen die Airline.
(Quelle: ksta.de – Alle Angaben ohne Gewähr)
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