« Gesundheitsreform: Schon jetzt Nachbesserungen nötig | Home | TIPP: Versicherungspolicen kündigen »
PKV: Basistarif keine Konkurrenz für Krankenkassen
Von admin | 21.März 2007
Der künftige Basistarif der privaten Krankenversicherer (PKV) wird im Vergleich zu den Tarifen der gesetzlichen Krankenkassen kaum wettbewerbsfähig sein. Das sagte Reinhold Schulte, Chef der Signal Iduna-Gruppe und Vorsitzender des PKV-Verbandes, auf einer Pressekonferenz in Berlin. Ab dem Jahr 2009 müssen alle PKV-Gesellschaften einen Basistarif anbieten, dessen Leistungen denen der GKV vergleichbar sind und der
den Höchstbeitrag der GKV nicht überschreiten darf. Basistarif-Versicherte müssten Ärzte und Zahnärzte aber höher vergüten, monierte Schulte.
Auch für Arzneimittel müssten sie mehr zahlen, weil die PKV anders als Kassen keine Rabatte von Herstellern und Apotheken erhalte. “Schlicht unmöglich wird es sein, dass die PKV mit dem Basistarif ein besseres GKV-Produkt anbietet, wie sich mancher erhofft”, so Schulte. Der Basistarif werde im Wettbewerb mit den Gesetzlichen Krankenkassen daher kaum eine wesentliche Rolle spielen. Statt dessen liege die Zukunft in Angeboten mit individueller Wahlfreiheit, generationengerechter Finanzierung und verlässlicher Leistungszusage. Außerdem biete sich für die Krankenzusatzversicherung angesichts der Leistungseinschränkungen der gesetzlichen Kassen ein großer Markt. Schulte sagte, der Netto-Neuzugang in der Vollversicherung sei 2006 erneut gesunken und habe sich nur noch auf 102 600 Personen belaufen, verglichen mit 113 600 im Vorjahr. Die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze im Jahr 2003 wirke sich immer noch aus. Ende 2006 waren 8,48 Millionen Menschen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) vollversichert, 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon waren 48,8 Prozent Beamte und ihre Angehörigen.
(Quelle: aerztezeitung.de / Alle Angaben ohne Gewähr)
Topics: Gesetzliche Krankenversicherung, Krankenzusatzversicherung, Private Krankenversicherung, Versicherungen | Kein Kommentar »
