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Sicher durch die Finanzkrise – ist dies überhaupt möglich?
Von admin | 1.Oktober 2008
Die Finanzmärkte dieser Welt erleben in letzter Zeit einen Tiefgang, wie er schon seit langer Zeit nicht mehr zu verzeichnen war. Nachdem nun sogar Washington Mutual (WM) von der amerikanischen FDIC übernommen wurde, kann man von einer wahren Krise sprechen, da hiermit eine der größten Banken der Weltmacht USA bankrott gegangen ist. Auch die weltweiten Aktienmärkte bekommen die Turbulenzen deutlich zu spüren.
Die WM wird im Allgemeinen oft mit der deutschen Sparkasse verglichen und hat auch eine immense Kundenzahl mit dieser gemeinsam, sodass die Insolvenz vorstellbare Konsequenzen mit sich bringt. Jedoch wird betont, dass die Probleme auf dem Finanzmarkt beim Privatkunden keinen finanziellen Schaden hinterlassen, da J.P. Morgan die Geschäfte weiterführt. Aktionäre jedoch, die in Aktien der Washington Mutual ihr Vermögen investiert haben, werden dieses nicht mehr zurück erhalten. Hier ist der Verlust mit dem vom Magnaten Lehman Brothers vergleichbar. Ein Aktienpreis von nur 13 Cent, wie es am Freitag noch der Fall war, ist vorstellbar negativ.
Doch auch die europäischen Märkte bekommen die Krise zu spüren. So verlor auch die Aktie vom Riesen Fortis aus Belgien beziehungsweise den Niederlanden am vergangenen Freitag fast 17 Prozent, was beängstigend viel ist. Demnach sin die turbulenten Märkte auch von Europa nicht mehr weit entfernt.
Fortis hat außerdem einen entscheidenden Fehler gemacht. So hat sich jetzt ihre Übernahme der ABN Amro als absolutes, finanzielles Debakel erwiesen. Zu diesem Fehlgriff gehörte auch eine Vereinigung aus der schottischen Royal Bank und der Santander aus Spanien. Gerade diese Übernahme galt zu Beginn noch als Glücksfall, auch, weil ein großer Konkurrent hierbei ausgestochen werden konnte. Nun sind die Kosten für Fortis noch viel größer.
Auch Brüssel beschäftigt sich schon mit dem Debakel und die gesamte Branche kennt kein anderes Thema mehr. In Deutschland hat besonders die Aktie der MPC Capital, ein großer Anbieter geschlossener Fonds, starke Probleme. Dieses Unternehmen hat sich durch eine schlecht bedachte Beteiligung am Konkurrenten HCI Capital stark verschuldet.
Durch diese Unsicherheit bedingt, wünschen viele Anleger nun natürlich sichere Möglichkeiten und wenden sich immer mehr von den Fonds der MPC Capital ab, da man hierbei einen immensen Fall in den letzten Wochen beobachten konnte.
Doch nicht nur die Bankenbranche spürt die Auswirkungen der Krise: Auch vor dem Unternehmen Arcandor sei gewarnt, da dieser Konzern mit einer hohen Verschuldung zu kämpfen hat und eine Lösung des Problems nicht in Sicht ist. Eine Investition in Arcandor wäre mit einem unkalkulierbaren Risiko verbunden.
Auch Thomas Cook, ein Unternehmensteil von Arcandor, hat mit Schwierigkeiten, obwohl hier in den letzten Jahren immer besonders wirtschaftlich gearbeitet wurde. Eventuell muss hier teilgepfändet oder auch teilverkauft werden. Das macht den Gesamtkonzern Arcandor jedoch immer unattraktiver.
Es ist also klar zu sehen, dass die Aktien der betroffenen Unternehmen unter keinem guten Stern stehen. Abverkauf steht auf der Tagesordnung. Ein weiteres schlimmes Beispiel ist Klöckner & Co, wo noch im letzten Jahren alles glatt lief, Übernahmen getätigt wurden und auch die Aktien immer mehr an Wert gewannen. Jetzt jedoch, in Zeiten der Krise, werden Unternehmen, die einen hohen Fremdkapitalanteil aufweisen, wie etwa Klöckner & Co, strukturiert gemieden. So ist der stetige Untergang des Konzerns in diesen Zeiten fast unvermeidbar.
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