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Aktion gegen Finanzkrise

Von admin | 8.Oktober 2008

Die Finanzkrise 2007/2008 traf die Weltwirtschaft im Sommer 2007 beginnend mit der Subprimekrise, welche in Deutschland besser bekannt ist als die US-Immobilienkrise. Diese brachte weltweit jede Menge Verluste und Insolvenzen bei Firmen, die in der Finanzbranche ansässig sind.

Auslöser dafür war, dass der in der Vergangenheit gestiegene Immobilienpreis in den Vereinigten Staaten, plötzlich fiel. Durch die vielen Spekulationen, spricht man auch von einer Immobilienblase. Es gab also keine realen Werte hinter den Papieren. Die Immobilienkredite wurden mehrfach an verschiedene Institute verkauft und der Zinssatz für die Hausbesitzer stieg jedes mal an. Dadurch konnten sie die Kredite nicht mehr zurückzahlen und es kam reihenweise zu Zwangsversteigerungen. Zudem verlor eine große Anzahl der Kreditnehmer Ihren Job und konnten die Raten aufgrund fehlender Gehälter nicht mehr bezahlen. Hierunter sind besonders viele Gutverdienende, die in banknahen Branchen wie dem Versicherungsgewerbe oder der Immobilenwirtschaft gearbeitet haben.

Die Kreditgeber hatten die Risiken des Ausfalls der Immobilienkredite zu einem großen Teil in Wertpapieren an andere Kreditinstitute auf der ganzen Welt weiterverkauft. Wertpapiere werden von Rating-Agenturen bezüglich ihrer Risikoeinstufung bewertet. Es gibt auch Wertpapiere, denen aufgrund ihrer Form die Bewertung verweigert wird. Bei den Immobilienkrediten wurde fälschlicherweise ein geringes Risiko bei der Bewertung festgestellt. Eine Korrektur kam erst im Verlauf der Krise. Hier wurden die Papiere plötzlich viel schlechter bewertet, was dazu führte, dass sie niemand mehr kaufen wollte. Das führte zu starken Verlusten bei den Besitzern, also den Banken.

Die führenden Notenbanken versuchen mit einer gemeinsamen Zinssenkung die Finanzkrise zu stoppen bzw. den Schaden zu begrenzen. Diese sind die Europäische Zentralbank, die US-Notenbank, die Bank of England, die Nationalbanken von Schweden, Kanada und der Schweiz. Ebenfalls führend, jedoch nicht an der Aktion beteiligt ist die japanische Nationalbank.

Es wurde beschlossen die Leitzinssätze um zumeist 0,5 % zu senken. Die Europäische Zentralbank steht somit bei 3,75%, die Federal Reserve der USA hat einen Leitzinssatz von 1,5% und bei der britischen Notenbank ist der Zinssatz bei 4,5%. Der Leitzinssatz ist der %-Satz, welcher für Banken untereinander bei der Kreditvergabe ausschlaggebend ist und welcher entsprechend die Zinssätze bei Unternehmenskrediten oder Existenzgründern bestimmt. Durch die günstigeren Zinsen ist der Kredit bezahlbarer und die Investitionen der Firmen kurbeln widerrum die Wirtschaft an.

Eine gemeinsame Zinssenkung von so vielen wichtigen Notenbanken ist etwas absolut Außergewöhnliches. Es verdeutlicht noch einmal den Ernst der Lage und die Auswirkungen der Finanzkrise. Das Ereignis, das die letzte zentrale Senkung des Leitzinssatzes bestimmt hat war der 11. September 2001. Notwendig ist diese gemeinsame Entscheidung aufgrund der zunehmenden Unsicherheit bei der Bevölkerung und entsprechend den Märkten. Das Risiko der Inflation scheint nun geringer zu sein.

Für Verbraucher und Kleinanleger gilt nach wie vor die Ruhe zu bewahren.

Topics: Kapitalanlage | 1 Kommentar »

Ein Kommentar to “Aktion gegen Finanzkrise”

  1. h meint:
    23.März 2009 at 12:10

    die Fnanzkriese ist doch nur schwindel

Kommentare