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Private Krankenversicherungen werden für neue Kunden teurer
Von admin | 16.Oktober 2008
Nachdem der Krankenkassenbeitrag ab dem 01. Januar 2009 mit dem neuen Einheitsbeitrag für sehr viele Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen deutlich steigen wird, werden im nächsten Jahr auch die privaten Krankenversicherungen für Neukunden mehr kosten. Die Preissteigerung für neue Verträge soll im Durchschnitt 15 Prozent betragen.
Der Grund für diesen Anstieg ist darin zu sehen, dass Kunden, die im nächsten Jahr ihre private Krankenversicherung abschließen, bei einem zukünftigen Wechsel in eine andere Versicherung einen Teil ihrer angesparten Altersrückstellungen mitnehmen dürfen, was so zur Zeit nicht möglich ist. Dies teilte Roland Weber, Vorstand des größten privaten Krankenversicherers Debeka der Zeitung „Tagesspiegel“ mit. Nach Auskunft Webers wird der Kostenanstieg für neue Verträge bei der Debeka nicht so hoch ausfallen: Beamte werden wahrscheinlich zwei bis drei Prozent, Nicht-Beamte vier bis neun Prozent mehr zahlen müssen.
Debeka-Vorstandsmitglied Weber kritisierte gegenüber dem Tagesspiegel den neuen Basistarif, der ab Anfang 2009 von den privaten Krankenversicherern angeboten werden muss: „Für die, die einen privaten Versicherungsschutz wollen, bietet er zu wenig. Für das, was er bietet, ist er zu teuer.“ Die Leistungen des neuen Basistarifs entsprechen im Großen und Ganzen dem Angebot der gesetzlichen Krankenversicherungen, der Beitrag darf nicht höher liegen als der der gesetzlichen Krankenversicherungen. Ander als bei der ansonsten üblichen Verfahrensweise der privaten Krankenversicherungen bleibt der Gesundheitsstatus des Versicherten beim Basistarif unberücksichtigt, da die sogenannte Risikoprüfung entfällt.
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