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Wechsel zur privaten Krankenversicherung?

Von admin | 31.Oktober 2008

Anfang 2009 steigen für mehr als neunzig Prozent der gesetzlich Krankenversicherten die Beiträge –  viele Versicherte fragen sich jetzt, ob ein Wechsel in eine private Krankenversicherung sinnvoll und möglich ist. Eine derartige Veränderung sollte allerdings bis zum Ende des Jahres vorgenommen werden, da so langfristig niedrigere Beiträge gezahlt werden. Denn bei den meisten privaten Krankenversicherungen steigen ab dem 01.01.09 für Neuzugänge die Beiträge. Allerdings gibt es relativ hohe Hürden für einen Wechsel in eine private Krankenversicherung.

Die Beitragssteigerung für die neuen Verträge liegt alleine schon darin begründet, dass alle Verträge in den privaten Krankenversicherungen, die ab dem 1. Januar des nächsten Jahres geschlossen werden, das Recht enthalten, dass der Versicherte jederzeit das Versicherungsunternehmen wechseln darf und einen Teil seiner Altersrückstellungen mitnehmen wird. Verbraucher, die sich noch vor dem Jahreswechsel privat versichern, müssen den so bedingten Aufschlag nicht zahlen. Experten gehen davon aus, dass die Tarife für die Neuzugänge in den privaten Krankenversicherungen im nächsten Jahr im Durchschnitt um zehn bis fünfzehn Prozent teurer werden.

Obwohl zahlreiche private Krankenversicherer gerade jungen Versicherten immer wieder gute Angebote machen, so ist ein Wechsel in vielen Fällen doch mit hohen Hürden verbunden. In der privaten Krankenversicherung können sich grundsätzlich Personen versichern, die nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen. Dies betrifft zum einen Beamte, Selbstständige und Freiberufler, zum anderen Arbeitnehmer, die über ein Einkommen verfügen, das über einer bestimmten Höhe liegt. Gerade hier zeigt sich für viele Wechselinteressierte ein Knackpunkt: Die Entscheidungen der Politik legen die Hürden immer höher. Aktuell muss ein Versicherter drei Jahre lang mehr als 48.150 Euro im Jahr verdienen, um in eine private Krankenversicherung wechseln zu können.  

Es gibt nicht nur Wechselwillige von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung, zahlreiche Versicherte interessieren sich auch für eine Alternative von einer privaten Krankenversicherung zu einer anderen. Die Versicherten werden häufig mit günstigeren Tarifen umworben – bei einem solchen Wechsel ist aber zu beachten, dass dabei im Durchschnitt sechs bis sieben Monatsbeiträge für eine Provision fällig werden. Dieses Geld wird dem privat Versicherten später bei den Alterungsrückstellungen fehlen.

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