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Allianz gerät in Verlustzone

Von admin | 10.November 2008

Das Versicherungsunternehmen Allianz kündigt jetzt an, dass das Gewinnziel 2008 wegen der Finanzkrise nicht erreicht werden kann. Wie bekannt wurde, rechnet die Allianz – bei der es sich um den größten Versicherungskonzern Europas handelt – nach bisherigen Verlusten in Milliardenhöhe, mit weiteren Belastungen durch die Finanzkrise. Nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ bringen auch die Wertpapiere der Commerzbank aus dem Verkauf der Dresdner Bank der Allianz bisher nur Verluste ein: der Wert dieser Aktien sei vom 30. August bis zum Ende des Folgemonats um 1,6 Milliarden Euro gefallen und beträgt jetzt noch 4,9 Milliarden Euro.

Die „Süddeutsche Zeitung“ geht insgesamt von einem Verlust von etwa zwei Milliarden Euro aus, den die Allianz durch die Finanzkrise und den Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank erlitt. Der Kaufpreis setzt sich zu einem großen Teil aus Aktien der Commerzbank zusammen, auf diese Weise wird die Allianz zukünftig mit fast 30 Prozent an dieser Bank beteiligt sein.

Die in  München angesiedelte Allianz rechnet wegen der Finanzkrise mit weiteren Abschreibungen im letzten Quartal. Der Vorstand erklärte jetzt in seinem Geschäftsbericht, dass er „zusätzliche Wertminderungen auf Kapitalanlagen erwartet, die insbesondere das operative Ergebnis in der Lebens- und Krankenversicherung belasten werden.“ Zum anvisierten Gewinnziel für 2008 erläuterte Helmut Perlet, Finanzvorstand des DAX-Unternehmens: „Ohne eine umfassende Erholung der Aktienmärkte werden wir unser Ziel eines operativen Ergebnisses ohne das Bankengeschäft von 9 Milliarden Euro in diesem Jahr und auch 2009 nicht erreichen können.“

Das operative Ergebnis der Allianz sank von 2,6 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 1,6 Milliarden Euro im vergleichbaren Zeitraum in 2008. Das umfangreichste Geschäftssegment – die Unfall- und Schadenversicherung – hat sich nach Informationen des Vorstandes widerstandsfähig gezeigt. In den Monaten Januar bis Ende September 2008 erzielte der Konzern demnach ein operatives Ergebnis von 6,5 Milliarden Euro, im gleichen Zeitraum im Jahr 2007 waren es 7,7 Milliarden. Das Nettoergebnis aus dem sogenannten fortgeführten Geschäft erreichte in den ersten neun Monaten des  laufenden Jahres 4,2 Milliarden Euro (selber Zeitraum Vorjahr: 6,1 Milliarden Euro).

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